Der Hannoveraner: ein echtes Sportpferd

Diese Pferderasse ist vor allem bei Sportreitern überaus bekannt und beliebt. Bereits im 18. Jahrhundert wurden diese leistungsstarken Pferde im niedersächsischen Celle gezüchtet. Noch heute ist Pferdekennern das Landgestüt Celle ein Begriff. Der Hannoveraner zählt zu den Warmblutrassen und ist mit rund 19.000 Zuchtstuten, sowie 400 Deckhengsten die wohl größte Population untern den Warmblutpferden.

Der Holsteiner: ein wahrer Spitzensportler unter den Pferderassen

Der Holsteiner ist der wahre Inbegriff eines hochkaratigen Sportpferdes- weltweit ist diese Pferderasse für ihre Erfolge berühmt. Sie stammen aus Deutschlands Norden und werden vor allem wegen ihrer Sprungqualitäten geschätzt und sehr gerne zur Züchtung hochdekorierter Pferde eingesetzt. Die Zuchtgeschichte der Holsteiner reicht sagenhafte 800 Jahre zurück. Kein Wunder also, dass sehr viele Nachkommen mit Preisen und Medaillen nahezu überhäuft werden.

Schwarzwälder Fuchs: vielseitiges Kaltblut aus dem Schwarzwald

Der Schwarzwälder Fuchs ist eine sehr vielseitige Pferderasse und wurde neben Forstarbeiten auch beim Fahrsport und anderen Wettbewerben mit der Kutsche eingesetzt. Der Ursprungsort des Schwarzwälder Fuchs liegt in St. Märgen. Da diese Pferderasse nur noch selten in der Landwirtschaft und dem Forstbetrieb eingesetzt wird, muss in Zukunft mit dem Aussterben dieser genügsamen und wendigen Pferderasse gerechnet werden. Noch behauptet sie sich allerdings erfolgreich.

Das Deutsche Reitpony: eine sehr junge Pferderasse

Diese Pferderasse wurde sozusagen „aus der Not heraus“ im 20. Jahrhundert gezüchtet, da die Nachfrage nach Kinderpferden stieg. Diese sollten besonders im Sport eingesetzt werden. Zuvor wurde das Deutsche Reitpony vor allem in der Landwirtschaft oder auch Verkehr wie Kutschen eingesetzt.

Andalusier und Lusitano: Pioniere der klassischen Dressur

Diese Pferderassen haben nicht nur einen beeindruckenden Stammbaum, sondern zeichnen sich auch durch ihre besonderen Fähigkeiten beim klassischen Dressurreiten aus. Der Ursprung dieser bekannten, iberischen Pferderassen liegt ungefähr im 8. Jahrhundert, da sie sich mit maurischen Pferden vermischten, die von den Arabern mitgebracht wurden.

Trakehner: einst für den Ritterorden gezüchtet

Die Pferderasse der Trakehner ist eine sehr alte und geschichtsträchtige. Einst wurde sie in Ostpreußen im Deutschen Ritterorden gezüchtet. Nach und nach kamen dann orientalische Pferdekreuzungen hinzu. Die Verwandlung in ein edles Reitpferd war perfekt. Heute zählen die Pferderasse der Warmblutpferde zu den edelsten Rassen überhaupt.

Welsh-Pony und Welsh Cob: selbst von Königen geschätzt

Schon Könige wie etwa König Richard konnten sich den angenehmen Eigenschaften dieser Pferderassen nicht verwehren. Als Ursprungstyp der Welsh Cobs gilt das Welsh-mountain-Pony, welches mit seiner hohen Fruchtbarkeit und seiner Langlebigkeit überzeugte. Beide Pferderassen stammen aus Wales, genauer gesagt aus dem walisischen Hochland. Bereits die Kelten und Römer züchteten diese Pferde.

Das Shetland-Pony: klein, aber oho!

Diese Pferderasse zählt zu den kleinsten Rasse der Welt. Das Shetland-Pony verdankt seinen Namen seiner ursprünglichen Heimat: einer Inselgruppe, die nördlich von Schottland liegt- die Shetland-Inseln. Das sehr raue Klima zwang das Pony zur letztendlichen Entwicklung und der daraus resultierenden Größe. Besonders beliebt ist das Shetland-Pony als Kinder- oder Zirkuspferd, aber auch im Gärtnereibetrieb, dort wurde es vor allem früher eingesetzt.

Das Shire Horse: groß und stark

Die Shire Horses, die ihren Ursprung in England haben, sind mit die größten Pferden unter den Pferderassen. Im Mittelalter war es vor allem als Turnierpferd, aber auch zu Kriegszwecken beliebt. Später zog es vor allem schwere Lasten. Noch heute kann man das Shire Horse zum Beispiel bei Planwagenfahrten oder Brauereifahrten bewundern.

Der Freiberger: ein wahres Allroundpferd

Diese Pferderasse zeichnet sich durch seine Vielseitigkeit aus: ob nun zum Wanderreiten oder als Trekkingpferd. Der Freiberger stammt aus der Schweiz, genauer gesagt den Franche Motagne und wurde noch im 20. Jahrhundert als Arbeitspferd eingesetzt, da es sich mit seinem kompakten Körperbau hervorragend dafür eignet. Auch in der Landwirtschaft und beim Militär wurde der Freiberger eingesetzt. Eine genaue Einordnung in Warm- oder Kaltblut lässt sich hier nicht vornehmen.

Das Islandpferd: ein wahrer Familienfreund

Wer nach einem echten Familien- und Freizeitpferd sucht, der sollte sich das Islandpferd genauer ansehen. Die kleinen und dennoch robusten Ponys sind sehr bequeme, gemütliche und vor allem freundliche Tiere und daher bestens für Kinder geeignet. Ihren Ursprung haben sie in Norwegen, wo sie von den Wikingern nach Island mitgenommen wurden, da sie sich dem rauen Klima hervorragend anpassen konnten. Vor etwa einem halben Jahrhundert kamen die Islandpferde dann nach Europa zurück.

Das Connemara-Pony: ein waschechter Ire

Dieses Pony ist der Inbegriff eines sportlichen und dennoch familienfreundlichen Zeitgenossen, daher wird es sehr gerne von Kindern oder Jugendlichen geritten. Durch seine Zähigkeit und sportlichen Charakters wurde es zu früheren Zeiten auch in der Landwirtschaft verwendet. Auch das irische Pony trägt eine spannende DNA in sich: sowohl die von keltischen, als auch spanischen Pferden.

Lipizzaner: berühmt nicht nur wegen seiner Farbe

Auch Pferdelaien bringen vor allem die weiße Farbe mit dem Lipizzaner in Verbindung. Dabei steckt in dem als ehemals Ritterpferd gezüchtetem österreichischem Pferd so viel mehr: vor allem im klassischen Reiten, aber auch Pferd für den Fahrsport ist dieses Pferd äußerst beliebt. Zumal stellte sich der Lipizzaner als wahrer Kämpfer heraus, da seine Zucht im Zweiten Weltkrieg beinahe ausgelöscht worden wäre.

Appaloosa: untrennbar mit den Ureinwohnern Amerikas verbunden

Bei der besonders in den USA beliebten Pferderasse Appaloosa kommt unweigerlich die Verbindung zu den Indianern auf. Tatsächlich züchteten die Indianer das Appaloosa gezielt aus den Pferden spanischer Einwanderer. Noch heute geht die Bezeichnung Appaloosa auf die damaligen, gepunkteten Pferde zurück. Es dauerte lange, bis die Appaloosas auch in Europa heimisch wurden. Dies geschah erst vor rund 20 Jahren.

Quarter-Horse: die Sprintweltmeister

Auch das Quarter-Horse in den USA eine sehr beliebte Pferderasse. Es ist sozusagen das typische Westernpferd und kann auf gut 4 Millionen registrierte Pferde zurückgreifen. Nicht nur in den USA, sondern in gut 77 Ländern ist das Pferd beliebt. Sie werden wegen ihrer Schnelligkeit, aber auch Gelassenheit und einem sehr ausgeglichenen und dennoch aufmerksamen Wesen gern beim Zusammentreiben von Kühen verwendet. Der Körperbau ist athletisch, stark und schnell.

Das Englische Vollblut: schön, temperamentvoll und schnell

Das temperamentvolle Englische Vollblut gilt als schnellstes Pferd der Welt. Ihr feuriges Temperament können diese Pferde besonders gut auf der Rennstrecke ausleben, sie werden sehr oft im Galopprennsport eingesetzt und sind in dieser Sparte wahre Meister. Ihre Rasse wird zudem sehr gerne zum Veredeln anderer Pferderassen benutzt.

Haflinger: ein sicherer, robuster Gefährte

Die Haflinger zählen zu den Ponys und stammen ursprünglich aus den Etschtaler Alpen in Südtirol. Da sie in den Alpen als Lastentiere eingesetzt wurden, ist auch ihr Körperbau dementsprechend kompakt und robust. Im Laufe der Jahrhunderte wurde der Haflinger mit „edleren“ Rassen gekreuzt, so konnte er sich als beliebtes Reitpferd etablieren.

Der Tinker: einst von Zigeunern gezüchtet

Die Pferderasse der Tinker, die auch als irische Schecken bezeichnet werden, ist vor allem aus verschiedenen Rassen entstanden. Die Züchtung übernahmen zunächst Zigeuner, so dass der Beiname der Tinker nicht verwunderlich ist: „The Coloured Cop of Gipsy’s Type“. Vom Wesen ist der Tinker sehr sanft und gutmütig und zeichnet sich zudem durch seine Scheckfarbe aus.

Der Noriker: in der römischen Provinz gezüchtet

Die Pferderasse der Noriker wurde bereits im antiken Rom, genauer gesagt in der Provinz Noricum gezüchtet. Der Körperbau kann als massig und schwer beschrieben werden, so dass der Noriker vor allem für die Kutschfahrt, aber auch in der Forstwirtschaft als Rückepferd eingesetzt wird. Bereits die Römer schätzten die starken Eigenschaften dieser Pferde und setzten sie auch zu Kriegszwecken in der Kavallerie ein.

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