Wer bei Tierärzten nachfragt wird häufig zu hören bekommen, dass Giardien ein echtes Problem darstellen. In den letzten Jahren war das weniger ein Thema. Da jedoch immer mehr Tiere aus dem Ausland nach Deutschland geholt werden, hat sich Giardiose schnell verbreiten können. Mittlerweile handelt es sich um ein ernsthaftes Problem. Nur Würmer sind noch weiter verbreitet.

Hintergrund

Wer sich bisher noch nie mit dem Thema beschäftigt hat, wird sich bestimmt fragen, was Giardien überhaupt sind. Die Frage ist berechtigt. Es handelt sich um Geißeltiere. Diese befindet sich im Dünndarm der betroffenen Tiere. Um sich zu ernähren, greifen die Tiere auf den Darminhalt zurück. Das ist das Problem, weil es so zu Schädigungen im Darm kommt. Besonders betroffen ist dabei die Darmschleimhaut.

Betrachtet man den genauen Verlauf, so durchlaufen die Tiere zwei verschiedene Phasen, die zu unterscheiden sind. Zunächst beginnt es mit einer Wachstumsphase. Hier ernähren sich die Tiere mit Hilfe des Darminhalts. Im Anschluss daran bildet sich eine Zyste. Diese können dann ausgeschieden werden. Das ist insofern gefährlich, als dass diese Zysten über viele Wochen hinweg eine Ansteckungsgefahr darstellen. Wenn es hier zu einer weiteren Übertragung kommt, so kann die Krankheit nicht mehr schnell in den Griff bekommen werden. Deshalb ist nicht nur die erste Phase so gefährlich. In der ersten Phase geht es in erster Linie um das betroffene Tier, das geschädigt wird. Die zweite Phase betrifft die Ansteckungsgefahr und ist damit genauso ernst zu nehmen. Der Ansteckungsgefahr kann nicht leicht begegnet werden. Das liegt daran, dass die Zysten eine stabile Hülle haben. Damit sind sie vor äußeren Einflüssen gut geschützt. Selbst unter schlechten Bedingungen können die Zysten mehrere Wochen überlegen. Noch gefährlicher ist es, wenn sich die Zyste in optimalen Bedingungen wiederfindet. Dann kann sie sogar monatelang überleben.

Gefahren der Ansteckung

Zunächst stellt sich die Frage, für wen die Giardiose überhaupt eine Gefahr darstellt. Dabei ist zu betonen, dass sich nicht nur andere Tiere anstecken können. Auch Menschen können erkranken. Insofern besteht die hohe Ansteckungsgefahr für Tier und Mensch. Dabei genügt für eine Erkrankung bereits die Aufnahme einer nur sehr geringen Menge der Zysten.

Die Wege, über die eine Infektion entstehen kann, sind ebenso umfassend. Es sind viele Varianten denkbar, in denen eine Ansteckung erfolgen kann. Menschen können sich besonders dann anstecken, wenn sie mit dem Kot infizierter Tiere in Berührung kommen. Bei Tieren ist eine Infizierung beispielsweise durch Futter denkbar.

Da vielfältige Szenarien denkbar sind, in denen es zu einer Ansteckung kommen kann, sind faktisch kein Mensch und kein Tier sicher. Auch wenn man den Eindruck hat, dass alle Kontakte nur unter vollster Kontrolle stattfinden, so lässt sich eine Infizierung niemals vollständig ausschließen.

Daneben gibt es bei bereits erkranken Tieren noch eine weitere Variante, die immer wieder übersehen wird. Bisher wurde davon ausgegangen, dass erkrankte Tiere nach ihrer Heilung nicht mehr ansteckend sind. Das mag manchmal so sein. Eine absolute Sicherheit kann es dahingehend aber nicht geben. Das liegt daran, dass sich Giardien auch im Körper des betroffenen Tieres verstecken können. Sie sind quasi deaktiviert. Sie können sich aber jederzeit wieder aktivieren. Es gibt keine Medikamente, die dies verhindern können. Das ist besonders gefährlich, weil die Krankheit in solchen Fällen nicht aktiv wahrgenommen werden kann, sondern eher zufällig wieder auftritt.

Selbst wenn die Erkrankung bei einem Tier festgestellt wurde, so ist die Behandlung nicht einfach. Da es sich um eine hartnäckige Erkrankung handelt, nimmt eine potentielle Behandlung viel Zeit in Anspruch. Außerdem kann eine vollständige Genesung nie garantiert werden. Ein erneuter Ausbruch der Krankheit ist jederzeit möglich. Für eine erfolgreiche Behandlung sind auf jeden Fall mehrere Monate einzuberechnen. Nur in den wenigsten Fällen gelingt eine erfolgreiche Behandlung in einigen Wochen.

Besonders schwierig ist eine Behandlung dann, wenn nicht nur ein Tier gehalten wird. Gerade in Tierheimen ist es nicht einfach, die Krankheit dauerhaft einzudämmen, weil die Ansteckungsgefahr unter den Tieren kontinuierlich als Begleiterscheinung bleibt.

Erscheinungsformen der Krankheit

Wer den Verdacht hat, dass das eigene Tier an Giardien erkrankt sein könnte, fragt sich selbstverständlich welche Symptome als Anzeichen wahrgenommen werden können. Hier ist es sehr schwierig klare Anhaltspunkte zu geben, da der Krankheitsverlauf bei den verschiedenen Tieren sehr individuell ist. Viele Tiere verhalten sich normal, sodass man ihnen die Krankheit nicht ansieht. Da sich die Giardien aber v.a. im Darm befinden, sind alle Erscheinungen, die damit im Zusammenhang stehen ein Indiz. Beispielsweise kann hier Übelkeit oder Durchfall genannt werden.

Wenn man die verschiedenen betroffenen Tiere betrachtet, so erkranken besonders häufig junge und alte Tiere. Insgesamt handelt es sich um Tiere, die eher schwach sind. Besonders betroffen sind Tiere, die ständigem Stress ausgesetzt sind. Der Krankheitsverlauf kann tödlich enden, wenn nicht rechtzeitig mit einer effektiven Therapie begonnen wird.

In Bezug auf die potentielle Ansteckungsgefahr sind die Tiere gefährlich, die selbst keine Krankheitserscheinungen haben. Diese Tiere leiden zwar nicht, können aber viele andere Tiere anstecken, die mit der Krankheit möglicherweise nicht klar kommen. Daher sind regelmäßige ärztliche Untersuchungen ratsam.

Besuch beim Tierarzt

Bei einem Verdacht, sollte unmittelbar ein Tierarzt konsultiert werden. Dabei kann auch geäußert werden, dass Giardien möglicherweise das Problem darstellen. Aufgrund der Verbreitung prüfen die Ärzte dieses Krankheitsbild gewöhnlich aber schnell.

Um die Krankheit tatsächlich nachweisen zu können, so muss eine Kotprobe erfolgen. Alle anderen Anzeichen stellen nicht mehr als einen bloßen Verdacht dar. Da sich die Zysten aber nicht in jedem Kot nachweisen lassen, sollten Kotproben von verschiedenen Tagen genommen werden. Damit kann sichergestellt werden, dass tatsächlich nicht mehr Zufall ein Kot ohne Zyste gewählt wurde, obwohl das Tier eigentlich betroffen ist.

Je nachdem, wie stark die Erkrankungserscheinungen sind, kann der Tierarzt entweder einen Schnelltest durchführen oder ein Labor beauftragen. Das ist eine Frage der Zeit, die zur Verfügung steht. In den Fällen, in denen der Test positiv ausfällt, kann davon ausgegangen werden, dass die Erkrankung tatsächlich vorhanden ist. Wenn der Test jedoch negativ ist, so sollte der Test zeitnah wiederholt werden, wenn sich die Symptome weiterhin zeigen.

Behandlung

Chronologisch stellt sich als nächste Frage die der Behandlung. Dabei ist von Anfang an zu betonen, dass alle Tiere im Haushalt behandelt werden müssen, unabhängig davon, ob bei ihnen die Krankheit diagnostiziert wurde. Sobald ein Tier erkrankt ist, müssen alle Tiere behandelt werden. Ansonsten besteht die Gefahr, dass sich innerhalb eines Teufelskreises immer wieder gegenseitig angesteckt wird, sodass die Krankheit nicht in Griff bekommen werden kann.

Im Rahmen der Behandlung gibt es zunächst die klassischen schulmedizinischen Medikamente, die zur Anwendung kommen können. Dabei kommen die Wirkstoffe Metronidazol bzw Fenbendazol zum Einsatz. Problematisch bei dieser Behandlung ist, dass die Medikamente die Darmflora beeinträchtigen können. Da bereits die Erkrankung an sich eine Belastung des Darms darstellt, kann dies ein ernsthaftes Problem darstellen. Besonders schwache Tiere kämpfen mit dieser Form der Therapie.

Idealer ist daher die Heranziehung eines alternativen Heilmittels, das eben die genannten Nebenwirkungen nicht aufweist. Dabei handelt es sich um Kolloidales Silber. Anders als die klassische Therapie können hier innerhalb von kürzester Zeit bereits positive Ergebnisse verzeichnet werden. Der Wirkmechanismus ist denkbar einfach: Die Silbermoleküle blockieren ein Enzym, das die Giardien für die Sauerstoffgewinnung benötigen. Da dieses Enzym nun nicht mehr zur Verfügung steht, sterben die Giardien ab. Dann können sie sich auch nicht mehr vermehren, was auch die Ansteckungsgefahr im Keim erstickt.

Daneben gibt es noch eine weitere Behandlungsmethode, die hier kurz angesprochen werden sollte, um eine gewisse Vollständigkeit zu gewährleisten. Da sie jedoch in Deutschland momentan noch nicht zugelassen ist, sollten dazu nicht zu viele Worte verloren werden. Es handelt sich dabei um einen Impfstoff, mit dem der Krankheit begegnet werden kann. Dieser steht aktuell aber nur in Amerika zur Verfügung, sodass er innerhalb Deutschlands keine Alternative darstellt.

Prävention

Die Behandlung sollte immer in einer Weise erfolgen, die auch den Aspekt der Prävention berücksichtigt. Es sollte verhindert werden, dass in Zukunft wieder eine Ansteckung droht. Deshalb sollte großen Wert auf Hygiene gelegt werden. Dazu gehört eine regelmäßige Reinigung. Die Reinigung muss aber nicht nur kontinuierlich erfolgen, sondern auch in der erforderlichen Intensität. So empfiehlt sich beispielsweise der Einsatz von Dampfstrahlern, weil Giardien erst bei hohen Temperaturen absterben. In die gleiche Richtung geht die Empfehlung, den Napf der Tiere mit kochend heißem Wasser auszukochen. Auch das ist notwendig, um den Giardien intensiv zu begegnen.

Fazit

Giardien stellen eine nicht zu unterschätzende Gefahr für Haustiere dar. Sollte sich der Verdacht ergeben, dass das eigene Tier erkrankt ist, so sollte schnell reagiert werden. Aber auch ohne Anzeichen sollte in regelmäßigen Abständen eine Kontrolle erfolgen, um eine versteckte Ansteckungsgefahr auszuschließen. Im Rahmen der Behandlung ist genau zu prüfen, was die richtige Therapie für das eigene Tier darstellt. Kolloidales Silber ist deshalb ideal, weil es sich um ein alternatives Heilmittel handelt. Hier sind nicht nur schnelle Ergebnisse zu erzielen, sondern auch Lösungen, bei denen der sowieso schon berührte Darm des Tieres nicht noch stärker beeinträchtigt wird. Im Interesse des eigenen Tieres dürfte deshalb die Kolloidales Silber-Therapie sein.
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