Allgemeines zu ungesättigten Fettsäuren

In der heutigen Zeit liegt der Trend bei der Ernährung auf frischer und gesunder Küche. Wer für die Ernährung in der Familie die Verantwortung trägt, der wird auf die Inhaltsstoffe der verschiedensten Nahrungsmittel achten und schon beim Einkauf genauestens auf die Verpackung achten. Stimmen die Angaben von Fetten, Mineralstoffen, Vitaminen und Aminosäuren, dann können leckere und gesunde Mahlzeiten entstehen. Was für den Menschen oftmals ein längeres und fittes Leben bedeuten kann, dass ist auch für das Haustier unersetzlich. Damit Pferd, Katze und Hund ein langen und gesundes Leben führen kann, braucht jedes dieser Lebewesen 50 essentielle Nährstoffe. Nur so können die Organe einwandfrei funktionieren, wenn Mensch und Tier mit der Nahrung alle lebenswichtigen Nährstoffe aufnehmen können. Besieht man sich die Inhaltsstoffe der Nahrungsmittel, dann finden sich in Ölen und Fetten

– Linolsäure und die
– Alpha-Linolensäure.

Die Linolsäure ist auch unter der Bezeichnung LA, Omega-6-Fettsäure, zwei ungesättigt bekannt und die Alpha-LInolensäure wird gerne als ALA, Omega-3-Fettsäure, drei ungesättigt bezeichnet. Für Gesundheit des Tieres sind sie so wertvoll, weil sie als lebenswichtige essentielle Fettsäuren

– die Hautfunktionen des Tieres unterstützen,
– Herz und Kreislauf stärken und
– sie erhalten die Membranfunktionen aufrecht.

Im Endeffekt dient dies alles der Unterstützung des Stoffwechsels und so können die gesamten Zellen im Körper bestens gesunderhalten werden.

Stellt man die Nahrung für Hund, Katze oder Pferd zusammen, dann sind nicht nur die Mengen an Fettsäuren dieser Art für das Tier wichtig. Genauso kann das richtige Verhältnis der beiden ungesättigten Fettsäuren für die Gesundheit des Haustieres entscheidend sein. Dies gilt bei der gesunden Ernährung aber ebenso für den Menschen, der auch auf Menge und Verhältnis der Fettsäuren achten sollte.

Wie berechnet man das perfekte Verhältnis der Fettsäuren?

Für den gesunden Speiseplan kommt es auf die perfekte Zusammenstellung der Inhaltsstoffe an. Bei den Fettsäuren kann dies bedeuten, dass ein Übermaß an Omega-6-Fettsäuren zu schweren körperlichen Schäden führen wird.

– Gelenkerkrankungen,
– Rheuma,
– Allergien,
– Atherosklerose,
– Herzinfarkt oder
– Schlaganfall

können auftreten und auch Tiere bleiben von diesen gesundheitlichen Problemen nicht verschont. Wer die Lebensgewohnheiten der Eskimos kennt, der wird wissen, dass hier die Omega-3-Fettsäuren als Medizin bezeichnet werden. Da durch den Genuss von fetten Fettarten das Verhältnis der beiden Fettsäuren als

– die zweifache Menge von Omega-6-Fettsäure zur Omega-3-Fettsäure,

so kann ein Verhältnis von 2:1 vermeiden, dass viele Krankheitsfälle von

– Krebs oder
– Herzerkrankungen

entstehen werden. Blickt man in der Geschichte der Menschheit weit zurück, so war das Verhältnis früher sogar nur 1:1, was in der heutigen Ernährung nicht mehr funktionieren kann. Schuld daran ist die moderne Fast Food Nahrung, die einfach zu wenig gesunde Inhaltsstoffe vorweist. So gibt es ein Verhältnis von 10:1 und je nach Nahrung können es auch 50:1 werden, was nicht gerade der Gesundheit des Menschen dienen kann. Nur im Gehirn des Menschen kann ein Verhältnis von 1:1 noch nachgewiesen werden, sodass hier die Steinzeit noch nicht überwunden wurde.

Da ist es nicht verwunderlich, dass auch die Massenproduktion für industriellen Tierfutter keine besseren Ergebnisse bescheren kann und da hier auf günstige und ungesunde Bestandteile im Futter zurückgegriffen wird, so ist es ganz klar, dass diese Nahrung für das Tier nicht gerade als gesund bezeichnet werden kann. Mit einem Verhältnis von höchstens bis zu 10:1 kann die Nahrung für Pferde, Katzen und Hunde allerdings noch als gesund bezeichnet werden und die Industrie muss dabei allerdings auf ungesunde Fette verzichtet werden und die gesunde Pflanzenöle wie Rapsöl, Hanföl oder auch Leinöl sollten Bestandteil der Nahrung sein. Der Kenner guter Öle wird allerdings bei Produkten mit Leinöl seinem Hund diese Nahrung nicht ständig und dauerhaft geben, denn dieses Öl ist für die dauerhafte Nahrungsaufnahme nicht geeignet.

Die essentiellen Fettsäuren und der Stoffwechsel

Betrachtet man den Stoffwechsel vieler Tiere und Pflanzen, so können sie aus gesättigten Fettsäuren die ungesättigten Fettsäuren umwandeln. Hier kommt es auf die Omega-9-Fettsäure an, die auch als Ölsäure bezeichnet wird und die vor allem in Olivenöl vorkommt. Es können aber auch Menge davon in Erdnussöl und Rapsöl nachgewiesen werden. Pflanzen haben bei der Verarbeitung von Ölsäure die Linolsäure und die Alpha-Linolensäure bilden. Können dies auch nicht ineinander umgewandet werden, so bilden sie doch den Grundstoff für die Eicosanoide. Diese Gewebshormone können sich entzündlich verhalten, sie können aber auch gegen Entzündungen wirken. Diese Hormone kennt man unter der Bezeichnung

– Leukotriene,
– Thromboxane und
– Prostaglandine.

Die wichtigen Omega-6-Fettsäuren

Wird die Linolsäure zum Bestandteile hochwertiger Tierernährung, dann kann der Körper und die Organe sich auf Dihomo-Gamma-Linolensäure und Gamma-Linolensäure freuen. Aus der Dihomo-Gamma-Linolensäure kann aber die Arachidonsäure entstehen, die als Grundsubstanz für schlechte Eicosanoide fungieren. Jetzt kann mit einer solchen Ernährung

– der Blutdruck erhöht werden,
– Entzündungen können sich verschlimmern,
– es können Schmerzen entstehen,
– das Blut kann zäher fließen oder sogar
– auch verklumpen.

Hierbei muss aber zwischen Hunden und Katzen unterschieden werden, denn bei Katzen ist die delta-6-Desaturase einfach zu gering entwickelt, sodass die Arachidonsäure nicht gebildet wird. Stattdessen braucht die Katze die Arachidonsäure in der Nahrung, was darauf zurückzuführen ist, dass diese Tiere sich während der ganzen Entwicklungszeit auf diesem Planeten nur von Fleisch ernährt haben. Deshalb ist es bei der Ernährung dieser Tiere besonders wichtig auf ein sehr hochwertiges Fleisch zu achten, damit keine krankhaften Veränderungen beim Tier entstehen werden. Die Industrie will hierfür immer wieder zu Pflanzenölen greifen, die Linolsäure enthalten, dies ist aber im Grund genommen überhaupt nicht notwendig.

Die wichtige Omega-3-Fettsäure

Will man die guten Eidonsanoide der Serie 3 für sein Tier bereithalten, dann muss erst durch den Grundstoff Alpha-Linolensäure die Eidosapentaensäure entstehen. Gibt man dies seinem Tier, dann

– werden Herz- und Kreiserkrankungen verringert,
– das Blut fließt dünnflüssiger,
– die Thrombozytenaggregation wird verringert,
– Triglyceride wird gesenkt,
– Entzündungen reduziert und
– der Blutdruck gesenkt.

Ob Algen, Kaltwasserfische oder Fischöle, alle enthalten die gesunde und wertvolle Docosahexaensäure, die in der Nahrung der Haustiere immer vorkommen sollte. Dazu sollten man Hund, Katze und Pferd immer wieder eine ordentliche Portion von Wildkräutern und Wildpflanzen zur Nahrung geben, denn so kann es geschehen, dass ein Tier mit ausreichend viel Omega-3-Fettsäuren ernährt werden kann.

Besieht man sich die Möglichkeiten von Katzen, sich durch verschiedene Fettsäuren gesund zu ernähren, so kann eine Zugabe von Krillöl oder Lachsöl zur Nahrung immer eine gute Alternative sein. Je nach Alter des Tieres oder nach seinem Insulinspiegel und dem täglichen Stress, kann die Aktivität des Enzyms, dass für die Fettsäureumwandlung zuständig ist, sehr eingeschränkt sein. Hierbei muss darauf geachtet werden, dass die vorhandene Tiernahrung

– Zink,
– Magnesium,
– Kalzium,
– Biotin und
– Vitamin B6

in ausreichendem Maß enthält. Hier kann es von Vorteil sein, dass auch die DGLA die besten Gewebshormone produzieren können. So entstehen Eicosanoide der Serie 1 und liegen beim Tier einer geringer Blutinsulinspiegel und ein wirklich hoher Omega-3-Fettsäurespiegel im Blut, dann kann dies gelingen.

Die Konsequenzen aus dem falschen Verhältnis in der Tierernährung

Besieht man die Konsequenzen aus einer falschen Ernährung bei Tieren wie Pferden, Katzen oder Hunden, dann sollte der verantwortungsbewusste Halter sich immer an Nahrung halten, die

– gesundheitsfördernde Gewebshormone bilden kann und
– gesundheitsschädliche Gewebshormone und deren Bildung vermeiden wird.

Hierbei ist die Kontrolle von Insulinausschüttung und Blutzuckerspiegel immer wichtig. Denn nur wenn die Ernährung wirklich artgerecht ist, können Krankheiten wie Cushing, EMS oder Diabetes vermieden werden.

Ein Blick auf das Verhältnis von Omega-6-Fettsäuren zu Omega-3-Fettsäuren bringt hier die Erkenntnis, dass nicht nur der Mensch bei seiner Ernährung auf die perfekten Zusammensetzung dieser wichtigen Inhaltsstoffe der Nahrung achten sollte, sondern der Mensch auch Verantwortung für die Ernährung seiner Haustiere übernommen hat. Verantwortlich sollen hierbei die guten und schlechten Eicosanioden sein, die zum Beispiel bei der Serie 2 Schmerzen verursachen können, was aber einen Schutzmechanismus des Körpers dargestellt werden kann, der absolut als sinnvoll einzustufen ist. Die vorhandenen Gewebshormone können zu stärkeren Entzündungen führen, was wiederum rein physiologisch eine sinnvolle Reaktion auf Infektionen und deren Erreger sein kann.

Betrachtet man sich die Tierwelt, so ist es erstaunlich, dass manche Tierart schon so lange überlebt hat, obwohl die Ernährung dieser Tiere dies eigentlich nicht garantieren kann. Gerade Katzen erweisen sich hier als erstaunliches Beispiel, weil diese überwiegend von Vögeln und Nagetieren in der freien Naturen leben. Mit einem Defizit an Enzymwirkung hätten diese eigentlich schon lange aussterben müssen und doch zählen sie heute noch in großer Anzahl zu den beliebtesten Haustieren der Deutschen. Mit ihrer Nahrung, die eigentlich als sehr einseitig bezeichnet werden muss, haben sie aber doch die ungesättigen Fettsäuren wie Omega 6 und Omega 3 in ausreichender Menge erhalten und scheinbar auch in einem Verhältnis, dass ein Überleben garantieren konnte.

Für die heutige Hauskatze wird dagegen das normale Fressen zu einem Problem, denn die industriell hergestellten Produkte können nicht mehr dafür sorgen, dass die Katze wirklich mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt werden kann, auch wenn die Werbung Herrchen und Frauchen suggerieren will, dass sie stets nur eine gesunde Nahrung kaufen werden. Eine Alternative kann jetzt das Barfen sein, weil hier mit hochwertigen Fleisch die Versorgung mit vor allem auch Omega 3 gesichert werden wird. Viele Besitzer setzen für die gesunde Ernährung auch auf Krill- oder Fischöl zweimal in der Woche. Hierbei muss der Tierbesitzer aber darauf achten, dass Krillöl besser verdaulich für sein Tier sein wird. So wird keine Gallensäure beim Tier gebildet, weil die Leber durch das Krillöl eine geringere Belastung erfährt.

Hat die Katze aber Fell- oder Hautprobleme, dann sollte man ins Futter immer wieder Fischöl geben, damit Mangelerscheinungen vermieden werden können. Hierbei sollte der Besitzer auf das Übergewicht an Omega-6-Fettsäuren achten, wenn beim Tier Entzündungen nicht entstehen sollen.

Auch beim Hund können Mangelerscheinungen bekämpft werden, indem der Besitzer bei einer hochwertigen Ernährung immer noch zusätzlich auf Krillöl oder Fischöl als Zugabe setzt. Nun können Störungen im Fell, Hautprobleme oder entzündliche Prozesse beendet werden und die Gesundheit des Tieres sinnvoll unterstützt werden.

Sind Hund und Katze nun bestens mit Omega 3 und Omega 6 versorgt, so braucht ein Pferd andere Nahrungsmittel. Hier können

– Schwarzkümmelsamen,
– Hanfsaat,
– Sonnenblumenkerne,
– Chiasamen und
– Leinsaat

im Futter dazu beitragen, dass ohne die Strapazierung der Leber das Pferd wieder sehr gesund ernährt werden kann, vor allem weil dieses Tier keine Gallenblase hat. Auf die Zugabe pflanzlicher Öle sollte im Interesse des Tieres verzichtet werden, auch wenn in der Literatur dies immer noch angepriesen wird. Stattdessen sind die oben genannten Nahrungsmittel als Bestandteil des Futters zu verwenden, was dazu vermeiden kann, dass beim Tier Nieren- und Leberschäden auftreten können. Denn würde man Empfehlungen der Wissenschaft folgen, so müsste jedes Pferd am Tag 300 ml Pflanzenöl im Futter zu sich nehmen.

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