Man muss kein Hundehalter sein, um dieses Gefühl nachvollziehen zu können: Ein langer Arbeitstag ist zu Ende, der Einkauf im Supermarkt war anstrengend, die Tüten sind mindestens so schwer wie das Einparken vor dem Haus. Dann den Schlüssel herumgedreht und endlich beginnt der entspannende Teil des Tages. Stopp! Wer keinen Hund hat, wird jetzt nur von einer leeren Wohnung erwartet, doch wer einen liebevollen Hund sein Eigen nennen darf, wird in diesem Moment stürmisch begrüßt.

Trotz aller Müdigkeit erhellt sich das Gesicht, der Vierbeiner springt vor Freude im Dreieck, wedelt mit dem Schwanz und vergisst nicht, seine Begeisterung über die Rückkehr von Frauchen oder Herrchen mit lautem Bellen zu anzuzeigen. Zur Freude der Nachbarn, die damit auch wissen, dass die Leute von der Arbeit zurückgekehrt sind. Es ist also mehr als hilfreich, den Hund vom ersten Tag an gut zu erziehen, sodass er sein Gebell schnell reduzieren kann. Seine riesige Freude lässt er dann letztendlich auch noch an glücklichem Geschlecke im Gesicht des Besitzers ab. Wer es mag, bitteschön – nicht unbedingt hygienisch rein aber mit der ganzen Liebe des Hundes vollbracht.

Nach man selbst stundenlang seine Arbeit im Sitzen oder eintönigen Bewegungen verbracht hat, das Dasein des Hundes auf die Räumlichkeiten in der Wohnung reduzierte waren, will dieser jetzt nur noch eines: Laufen und sein Geschäft machen. Es spricht für sich, dass jeder Hundehalter am Morgen, vor dem Weg zur Arbeit, mit seinem Vierbeiner rausgeht und dafür sorgt, dass er sein Geschäft nach der Nacht verrichten kann. Nach acht bis zehn Stunden wird es allerhöchste Zeit, dass er erneut seine Blase entleert. Auch wenn Hunde, entgegen dem Menschen, sehr lange in der Lage sind, Urin und Kot bei sich zu halten, sollte die Quälerei jetzt ein Ende haben. Gut erzogen wartet er jetzt darauf, endlich nach draußen zu gehen und bringt im besten Falle sogar schon die Leine mit. Die Müdigkeit nach dem Arbeitstag ist plötzlich verschwunden, schnell in ein paar bequeme Schuhe geschlüpft und schon es mit dem Vierbeiner raus.

Hier ist es hilfreich, einige Worte darüber zu formulieren, wie der Hund stubenrein wird. Die Erziehung beginnt schon als junger Welpe. Dies ist das beste Alter, dem kleinen Vierbeiner wichtige Regeln beizubringen. Aufnahme- und Lernfähigkeit sind ab ca. vier bis sechs Wochen einfach optimal. Sehr junge Welpen müssen ständig ihre Blase entleeren. Sie wissen noch nicht, wie sie den Harndrang kontrollieren können. Vor allem, wenn sie viel trinken, müssen sie dementsprechend oft Wasser lassen. Der Hundebesitzer muss hier auf unerwartete Situationen eingestellt sein. Es wird nicht viel nützen, den Hund für sein Verhalten zu bestrafen. Im Gegenteil, er versteht im Grunde gar nicht, was er falsch gemacht hat. Weitaus einfacher ist es, den kleinen Welpen

1. regelmäßig zu füttern
2. zu beobachten, wann er Wasser lässt.

Viele Hunde entleeren nach dem Fressen die Blase. Es gilt also, feste Fressenszeiten einzuführen und gleichzeitig auch feste Zeiten für den Auslauf. Hunde verunreinigen in der Regel auch nicht ihren eigenen Lebensraum. Es liegt also ganz am Besitzer selbst, dem Hund zu verstehen zu geben, dass die Wohnung zum Lebensraum gehört. Demzufolge werden Fressnapf, Schlafplatz und die Leine in der Wohnung verteilt, sodass dies als sein Lebensraum wahrgenommen wird. Demnach wird er sich riesig freuen, wenn er raus darf, um seine Notdurft im Freien verrichten zu können. Hier spielen tägliche Routine und die Belobigung eine große Rolle. Beides ist gleichwertig zu betrachten und jeder Hund, wird schnell lernen, wenn er für sein Verhalten mit lieben Worten und einem kleinen, gesunden Leckerli verwöhnt wird.

Heute beim Spaziergang

Jede Rasse hat ihre Eigenheiten und jeder Hund seinen ganz eigenen Charakter. Und so wird es an manchen Tagen schon recht lustig, mitanzusehen, wenn sich kleine und große Kläffer begegnen. Insbesondere die Kleinen sind oft völlig unerschrocken und schrecken auch vor einem größeren Hund nicht zurück. Sofern sie aus der Gattung der Jagdhunde kommen, ist auch ein völlig natürliches Verhalten. Es liegt in ihren Genen, kleine Tiere aufzuspüren und sie eventuell auch durch das Terrain zu jagen. Doch der Hund, der als Begleiter des Menschen in der Stadt wohnt, wird nicht mehr zur Jagd eingesetzt. Dennoch erklärt der ursprüngliche Einsatz dieser Hunde auch heute noch ihr Verhalten.
Harley, der kleine Mops, begrüßt beinahe jeden Radfahrer und allen, die sich „seiner“ geliebten Hundewiese nähern. Natürlich wissen Mensch wie Hund, dass er es nicht böse meint. Und mitunter spielen die vierbeinigen Weggefährten dann auch später zusammen. Es liegt halt in seiner Natur, immer ein wenig Aufmerksamkeit zu erlangen. Die Lieblingsbeschäftigung der niedlichen Mischlingshündin Jenny ist es, sich auf völlig ungefährlich tote Regenwürmer oder Schnecken zu stürzen, die sie dann stolz als Beute zu Herrchen bringt. Doch da sich die winzigen Kreaturen nicht mehr bewegen, verliert sie schnell das Interesse an ihnen. Der übermütige Beagle Ferdinand begrüßt jeden anderen Hund mit einer Art Indianergeheul und beruhigt sich erst, wenn seine Freunde mit ihm in Kontakt treten. Dabei wedelt er so heftig mit dem Schwanz, dass man glauben könnte, er wolle die Glasvitrine polieren. Ganz das Gegenteil ist meine Hündin Grete, sie genießt den kühlen Rasen, legt sich hin und genießt es in vollen Zügen, von mir über den ganzen Körper gekrault zu werden. Hunde und ihre Besitzer haben ihre ganz eigenen Eigenschaften und es ist ein bisschen wahr, wenn gesagt wird, dass sie sich im Laufe der Jahre immer ähnlicher werden.

Liebevolle Pflege für Wohlbefinden

Und so kommt auch die Pflege für den Hund ins Spiel. Im Grunde ist es ganz egal, ob ein Hund kurzes oder langes Fell hat. Jeder einzelne von ihnen liebt es, von Herrchen oder Frauchen ausgiebig gebürstet. In diesen Minuten wird irgendwann jeder Hund still, legt sich leise auf den Rücken und lässt die herrliche Fellpflege über sich ergehen. Für den Vierbeiner ist es weit mehr als nur das Fell zu bürsten. Das Bürsten tut auch der Haut des Hundes gut und wirkt ähnlich entspannend wie beim Menschen eine Massage. Nicht nur das wird auch die Durchblutung angeregt. Hunde bekommen zuweilen trockene Haut, darunter leiden gerade die kurzhaarigen Rassen wie Schnauzer oder der kleine Mops. Die Trockenheit führt zu unangenehmen Juckreiz, was den kleinen Vierbeiner natürlich nervös macht. Umso mehr wird er die Bürstenmassage genießen. Alte Hautschuppen werden gelöst, die Haut wird wieder rosig und man kann förmlich zusehen, wie sich der Hund entspannt.

Ob der Hund schönes glänzendes oder stumpfes Fell hat, hängt von seiner Veranlagung ab, die die Rasse mit sich bringt, aber auch von der Ernährung. Viele der rauhaarigen Rassen bringen bereits trockene Haut mit, umso mehr freuen sie sich über jede Pflege ihres Herrchens. Spezielle Hunde-Shampoos mit dementsprechenden Zusätzen sorgen für Geschmeidigkeit, zusehends fühlt sich die geliebte Fellnase wieder wohl. Ganz besonders kuschelig wird es, wenn der Fellwechsel naht. Viele Menschen rümpfen die Nase, wenn in der Wohnung überall Hundehaare verteilt sind. Wenn dann auch noch die Polstermöbel „verziert“ werden, hört der Spaß für jeden auf. Doch wer seinen Hund wie ich liebt und gleichzeitig die Räume sauber halten möchte, der nimmt sich die Zeit und bürstet gerade während des Fellwechsels das Haar. Je nachdem, wie viel Zeit der Einzelne hat, ist das zwei- bis dreimalige Bürsten am Tag sehr hilfreich. Wenigstens 80 % der Haare landen auf der Bürste statt auf dem Boden. Eine gute Alternative zur Bodenreinigung und noch ein weitaus besserer Weg, gemütliche Stunden mit dem geliebten Vierbeiner zu verbringen.

Kuscheleinheiten zwischen Mensch und Tier

Was machen sie aus, diese Streicheleinheiten zwischen Mensch und Hund? Ohne verbale Kommunikation und ausgesprochenen Wünschen des ein oder anderen, verstehen sich Hund und Halter dennoch sehr gut anhand von Blicken und Gesten. Es ist eine einzigartige Art der Beziehung, kein Ersatz zu einer Beziehung mit einem anderen Menschen – jedenfalls ist dies so in meinem Falle. Und doch herrscht zwischen Vier- und Zweibeiner eine liebevolle Art. So wie Herrchen oder Frauchen am Ende des Tages freudig und überschäumend begrüßt werden, so sehr freut sich der Mensch über den wachen Blick seines Hundes beim Spazierengehen. Genauso gut liest er in seinen Augen, wenn die Wünsche nach einem extra Happen in der Küche gefragt sind. Und so finden beide auf geheimnisvolle Weise Tag für Tag zusammen. Es gibt Menschen, die können diese Innigkeit weder verstehen noch nachvollziehen. Sie verziehen das Gesicht, wenn der Hund im Gesicht des Besitzers schleckt oder meinen, Hunde seien schmutzig. Dem ist nicht so, denn Hunde sind reinliche Tiere. Natürlich haben sie nicht das gleiche Empfinden wie der Mensch, dennoch mögen sie beispielsweise keinen schmutzigen Fressnapf oder einen dreckigen Schlafplatz. Hier kann sich der Mensch noch ein wenig Toleranz aneignen, denn die Vorteile im Zusammenleben mit einem Hund überwiegen in jeder Hinsicht.

Eine Liebe geht auf Reisen

Mit der Liebe zum Hund wächst auch das Bewusstsein gegenüber anderen Tieren. Wenn ich mir meine Grete anschaue, könnte ich beinahe sagen, Hunde öffnen die Tür zur Tierwelt. Sie haben die Fähigkeit, eine Verbindung zum Menschen zu erschaffen. Hier liegt vielleicht auch die Begründung nahe, warum diese Tiere oft als Rettungshunde eingesetzt werden. Selbst wenn ein Mensch sich ohne Bewusstsein in der Natur befindet, kann der Hund ihn auffinden. Diese beispiellose Verbindung kommt sicher auch daher, dass der Hund seit Jahrtausenden bereits als Begleiter des Menschen lebt. In der Vergangenheit, als weder Licht- noch Alarmanlagen vorhanden waren, bewachte er Haus und Hof. Er hütete Schafe und Rinder und brachte sie sicher wieder auf den Hof. Lernwillig und gern in Gesellschaft des Menschen konnte sich eine Beziehung entwickeln, die weltweit alle Menschen anspricht. Auch der Blindenhund zeigt, wie gut er auf die Bedürfnisse des Menschen eingehen kann. Er steht im im wahrsten Sinne des Wortes zur Seite und geleitet ihn sicher auf allen Wegen, auf der Straße und im gesamten Alltag. Sie sind so dankbar über die streichelnde Hand auf dem Rücken, über ein liebevolles Wort. Den Reiz nach Leckereien haben sie vom Menschen gelernt, von Natur aus reicht ihm schon die freundliche Stimme des Menschen. Wie selbstlos und demütig, ehrlich und authentisch ein Hund ist.

Im Alltag wird vom Menschen wie vom Hund ein soziales Verhalten erwartet. Und für ein glückliches Zusammenleben ist daher eine gute Erziehung wichtig und notwendig. Solange die Erziehung nicht darin besteht, den Hund zu schlagen oder anzuschreien, wird er dies als passende Herausforderung annehmen. Er ist seit Generationen daran gewohnt, Aufgaben zu erfüllen, jede Rasse hat seit jeher verschiedene Arbeiten übernommen. Wer sich einen Hund halten möchte und nicht weiß, wie er das Tier erziehen soll, ist in einer Hundeschule bestens aufgehoben. Hier lernt nicht nur der Hund das richtige Verhalten, insbesondere lernt auch der Besitzer, wie er seinem Hund die jeweiligen Kommandos beibringt. So ist es im Alltag sehr wichtig, dass der Hund auf Worte wie „Sitz!“ oder „Bleib!“ hört. Begegnen sich zwei Hunde, die einander nicht riechen können, wird es schon brenzelig. Im Vorteil ist der, der dem anderen ruhig aus dem Wege gehen kann bevor es zu einer Konfrontation kommt. Auch beim Überqueren der Straße können solche Kommandos lebenswichtig werden. Entdeckt der Hund auf der anderen Seite irgendetwas, das seine Aufmerksamkeit gerät, wird der aufmerksame Hundehalter dies schnell bemerken und ihn „Bei Fuß“ halten.

Für den Hund ist die Erziehung also keineswegs eine Strapaze. Im Gegenteil, das unterrichtet werden ergänzt genau die Verhaltensweise, die er dem Menschen entgegenbringt. Mit der liebevollen und konsequenten Erziehung wird das unsichtbare Band zwischen Hund und Mensch um ein Vielfaches gestärkt, in Liebe und Verlässlichkeit. Denn je näher sie sich kommen, umso mehr nähert sich der Mensch auch seinem Tier. Und wie von Zauberhand ist innerhalb von einigen Monaten eine Beziehung entstanden, die unnachahmlich und ehrlich ist und auf gegenseitigem Vertrauen basiert. Selbst Menschen, die noch nie einen Hund ihr Eigen nennen durften, werden diese wundervolle Erfahrung machen können.
So erging es mir und meiner Grete, wir sind zusammengewachsen wie siamesische Zwillinge. Ich möchte sie keinen Tag in meinem Leben missen, die Verantwortung und Verpflichtungen, die ich trage, sind keine Last, sondern reine Freude für mich. Wie traurig und leer meine Wohnung doch wäre, würde ich nach Hause kommen und mein  kleiner Leon wie ich sie nenne, würde mich nicht empfangen.

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