Ein Anfängerfisch ist der anspruchsvolle Diskus grundsätzlich nicht. Dennoch gibt es Arten, die sich vergleichsweise problemlos im Aquarium halten lassen, wenngleich ihre Vermehrung den Spezialisten vorbehalten bleiben sollte.

Wer sich für das Thema interessiert, verschafft sich bestenfalls die nötigen Informationen, bevor er die Fische anschafft. Das erspart ihnen unnötiges Leid und dem Besitzer insbesondere zu Beginn eine hohe Ausfallquote beziehungsweise hohe Kosten.

Der Diskus fühlt sich dort am wohlsten, wo seine ursprünglichen Lebensbedingungen am besten imitiert werden. Dies ist grundsätzlich das Becken mit warmem Wasser. Temperaturen zwischen 26 und 31 Grad Celsius sind ideal, wobei auch hier in Abhängigkeit des natürlichen Lebensraumes auf die individuellen Ansprüche der Art eingegangen werden muss. Ist die Wassertemperatur für das Becken einmal festgelegt, sollte sie nicht mehr geändert werden. Dies würde die Fische verstören und sie anfälliger gegenüber Krankheiten machen.

Der pH-Wert im Diskusbecken liegt zwischen 6,0 und 6,5. Handelt es sich um Wildfänge, muss auf ein sehr weiches Wasser mit einer Wasserhärte zwischen 2 und 6 Grad geachtet werden. Bei Nachzuchten darf der Wert etwas höher liegen. Zusätzlich kommt es auf eine gute Filteranlage an. Da sich der Diskus ausschließlich im klaren Wasser wohl fühlt, sollte dieses häufig ausgetauscht werden. Im Gegensatz zu anderen Aquarien tauscht man im Diskusbecken zwischen 80 und 90 Prozent des Wassers aus. Einige Fachleute raten sogar zu einem täglichen Wasserwechsel.

Insbesondere in der Anfangszeit stellt sich die Frage, ob die Diskusfische für sich allein gehalten werden sollen oder ob man sie mit anderen Arten vergesellschaften will. Sie sind scheu und sehr friedlich. Eine Zusammenführung mit aggressiven Arten empfiehlt sich daher nicht. Wer sich für die Haltung verschiedener Fischarten im selben Becken entscheidet, muss unbedingt darauf achten, dass diese ähnliche Ansprüche an den Lebensraum stellen.

Ein hoher Bewuchs mit Wasserpflanzen kommt den Diskusfischen entgegen. Das Grün nutzen sie als Versteck und gleichzeitig als Ort zur Partnersuche. Auch ihre Eier legen sie im Blattwerk ab. Zuvor putzen sie ein ausgewähltes Blatt beziehungsweise die Fläche einer Wurzel. Später wird der Laich angeklebt. Während der Aufzuchtphase dürfen die Fische möglichst nicht gestört werden, so dass der Wasserwechsel selbst für den Profi zu einer Herausforderung wird.

Der Diskus ist ein vergleichsweise großer Aquarienfisch. Er wird bis zu 25 Zentimeter lang. Um sich frei bewegen zu können, benötigt er ein ausreichend großes Becken, das neben gut bewachsenen Arealen ausreichend Platz zum Schwimmen bieten muss. Als Mindestvolumen soll das Becken 350 Liter aufnehmen können. Ein zu großes Becken gibt es nicht.

Der Diskus ist kein Einzelgänger, weshalb man ihn in der Gruppe hält. In Abhängigkeit von der Größe des Beckens sollten mindestens 6 Tiere vorhanden sein. Während der Laichzeit löst sich die Gruppe auf.

Der Diskus benötigt viele Proteine. Daher ist ein handelsübliches Lebendfutter ideal. Es wird besonders gern angenommen. Doch auch Gefrierfutter und Pellets sowie zerkleinertes Rinderherz können verabreicht werden. Flockenfutter wird häufig verschmäht. Wenngleich der Diskus Abwechslung auf dem Speiseplan liebt, sollte stets auf hochwertiges Futter geachtet werden. So sollte es zusätzlich lebenswichtige Vitamine und Mineralstoffe, insbesondere Jod, enthalten. Wichtig ist auch, die Speisereste frühzeitig aus dem Becken zu entfernen. Sonst kommt es zur Verschmutzung des Wassers und womöglich zur Ausbreitung von Keimen.

Wer neue Fische ins Becken aufnimmt, sollte diese zuvor in Quarantäne halten. Auf diese Weise lässt sich verhindern, dass eventuelle Krankheiten auf den gesamten Bestand übertragen werden. Um diese Gefahr zu minimieren, empfiehlt es sich auch, die Fische nur beim seriösen Züchter zu kaufen. Man erkennt ihn daran, dass er Interessierten sämtliche Fragen ausführlich beantwortet und ihnen auch seine Zuchtanlagen zeigt.

Wer beim Kauf auf kräftige Tiere achtet, diese artgerecht hält und zusätzlich ein ausgewogenes Futter verabreicht, wird kaum Probleme mit Erkrankungen haben. Dennoch kann es vorkommen, dass ein gesundheitliches Problem auftritt. Dann heißt es, schnell zu handeln. Der betroffene Fisch wird möglichst schnell in einem Quarantänebecken separiert und dort so lange therapiert, bis die Krankheit vollständig ausgeheilt ist. Welches Medikament verabreicht wird, hängt von der Diagnose ab. Neueinsteiger in die Aquaristik sollten diese vom Tierarzt oder vom Tierheilpraktiker stellen lassen. Nach Möglichkeit bestellt man einen Hausbesuch, damit dem Tier unnötiger Stress durch den Transport und eventuelles nochmaliges Umsetzen erspart bleibt. Bei dieser Gelegenheit wird sich der Behandelnde das gesamte Becken ansehen und gegebenenfalls Ratschläge zur Verbesserung geben.

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