Fast jeder dritte Hund leidet unter Geräuschängsten.
Sie reagieren sehr empfindlich auf laute Geräusche, besonders die Zeit um den Jahreswechsel bedeutet für betroffene Hunde eine enorme Stress- Situation.

Als Besitzer würde man seinem Hund gerne erklären, dass sie keine Angst haben müssen und keine Gefahr besteht, allerdings ist es den Hunden nicht zu vermitteln.
Für Besitzer gibt es dennoch eine Reihe von Möglichkeiten wie man seinem Hund, und letztlich auch sich, den Silversterabend erleichtern kann.
Einige Hilfsmittel für Hundehalter sind:Für viele Hunde ist es hilfreich, wenn sie sich in einen ruhigen, abgedunkelten Raum zurückziehen können, statt mit dem Besitzer auf der Straße zu stehen.
Einige Hunde haben auch ein höheres Sicherheitsempfinden, wenn Herrchen und/oder Frauchen in der Nähe sind.
Auch wenn man das Bedürfnis hat seinen Hund mit Streicheleinheiten zu trösten oder ihm Leckerchen zur Beruhigung zu geben sollte man dies auf jeden Fall vermeiden.
Der Hund versteht diese Gesten als eine Art Zugeständnis, dass die Angst richtig ist; im schlimmsten Fall verstärkt sich die Angst.Einen Versuch wert kann es sein seinen Hund mit Hilfe von Geräusch- CDs an unbekannte Geräusche zu gewöhnen.
So kann man schon lange vor Silvester- am besten in Absprache mit dem Tierarzt oder einem Hundetrainer- täglich eine CD mit Feuerwerksgeräuschen abspielen.
Man fängt mit ganz leiser Hintergrundmusik an, während man seinen Hund beschäftigt oder mit Leckerchen füttert.
So kann sich der Hund langsam gewöhnen und bringt dann die Silvestergeräusche nicht mehr mit Gefahr in Verbindung.
Die Lautstärke kann nach und nach gesteigert werden, wobei darauf zu achten ist die Lautstärke nicht zu laut werden zu lassen; auch hier besteht ansonsten wieder die Gefahr einer Angstvertärkung.

Einige Hunde lieben es Auto zu fahren. Eine Fahrt ins neues Jahr kann also für den Hund eine schöne Ablenkung von den grellen Lichtern und lauten Knallen zu Neujahr sein.

Eine weitere Möglichkeit um die Angst des Hundes in den Griff zu bekommen ist die Verwendung von Pheromon- Steckern bzw. Pheromon- Halsbändern.
Die Stecker, die ganz einfach in eine Steckdose gesteckt werden, sondern, ebenso wie die Halsbänder, Pheromone aus.
Pheromone sind Botenstoffe, die von säugenden Hündinnen gebildet werden um ihren Welpen ein Gefühl von Sicherheit zu geben, wodurch sich deren Stress- Level senkt.
Durch die Anwendung der Stecker bzw. Halsbänder entspannt sich der Hund auch in stressigen Situationen.
Die Pheromone halten 4- 6 Wochen an; mit dem Einsatz sollte schon Anfang Dezember begonnen werden, damit sich die Wirkung entfalten kann.

Eine einfache Art um den Hund zu beruhigen ist der Weg über bestimmte Futterergänzungsmittel.
Mittlerweile ist bekannt, dass unter anderem die Aminosäure Tryptophan den Serotoninspiegel im Gehirn des Hundes anhebt.
Durch eine wiederkehrende Ergänzung des Futters mit Tryptophan kann also der allgemeine Stress-Level bei Hunden gesenkt werden.
Ebenfalls beruhigend wirkt Alpha- Casozepin.
Dieses Protein bilden Welpen bei der Verdauung von Muttermilch.
Auch bei der Zufuhr als Futterergänzungsmittel stellt sich die beruhigende und schlaffördernde Wirkung ein.

Tryptophan und Alpha- Casozepin können gemeinsam zugefüttert werden.
Um die beste Wirkung zu erzielen sollte schon Mitte Dezember- spätestens 4 Tage vor Silvester- mit der Zufütterung beginnen.
Bachblüten werden gern zur Beruhigung des Hundes genommen.
In einer Angstsituation können dem Hund so genannten „Notfall-“ oder „Rescue-“ Mischungen in Form von Globuli, Tropfen oder Drops gegeben werden.
Stellt der Hund während einer Angstsituation das Essen ein besteht die Möglichkeit die Tropfen auf die Stirn zu reiben.Sollte alles nichts helfen können Beruhigungsmittel gegeben werden.
Sie sind verschreibungspflichtig, weswegen ein Besuch beim Tierarzt unbedingt vorangehen sollte.
Der Arzt kann nach einer genauen Untersuchung am besten entscheiden welches Mittel und welcher Dosierung gegeben werden soll.

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here