Barf für unsere Katz how you speak, what you read.Die Abkürzung Barf steht für biologisch artgerechtes rohes Futter und stellt die natürlichste sowie individuelle Fütterungsform bei Katzen dar. Es gibt verschiedene Formen, wie Barfen mit Supplementen, das Whole Prey Model und die Rohfleischfütterung nach Franken-Prey.

Wir füttern unsere Katzen roh und selbst gemischt und dies tun wir aus fester Überzeugung!

Unser selbst gemischtes Futter beinhaltet weder Konservierungsmittel noch Füllstoffe oder andere schädliche Dinge. Das Katzenfutter enthält nur die reinsten und hochwertigen Futterbestandteile. Man orientiert sich am Bedarf, dies empfehlen auch zahlreiche Fachbücher.

Unsere Rezepte variieren wir regelmäßig. Dadurch bieten wir unseren Katzen Abwechslung und schützen sie vor einer einseitigen Ernährung.

Hier könnt ihr einige Zutaten sehen, die wir benötigen.

Wir verwenden diverse Zusätze, wie zum Beispiel katzenverträgliche Ballaststoffe, Chiasamen, Öle und Lachs. Beim Fleisch nehmen wir zum Beispiel eine Putenoberkeule samt Haut und Sehnen sowie 5 kg Putenmägen. Bei dieser Charge ist Herz, einer der hochwertigsten Taurinträger, nicht dabei. Das Taurin supplementiere ich dieses Mal anders in einer ausreichenden Katzenmenge. Die Putenoberkeule lassen wir uns extra als Auftrag für unsere Katzen beim Wuppertaler Geflügelfleischhandel Flues auslösen. Das kann natürlich jeder, man muss einfach nur ein paar Tage vor der Abholung anrufen.

Warum wir das tun? Weil eine normale Putenoberkeule nur für den menschlichen Verzehr ohne Sehnen Haut gekauft werden kann. Im Barf-Bereich ist dies aber unerwünscht. Die Katzen fressen bei jedem Beutetier sowohl die Sehnen als auch die Haut mit. Beides ist eine wichtige Nahrung und fungiert auch als Zahnreiniger.

Den restlichen Geflügelfleischbedarf, wie zum Beispiel Herzen und Mägen von der Pute, vom nun und von der Ente, bekommt man dort natürlich auch persönlich. Man sollte dies aber auf jeden Fall vorbestellen und sagen, dass aus dem Geflügelfleischbedarf Katzenfutter wird.

Ich und mein Großer arbeiten gemeinsam. Er kümmert sich um das Fleisch und ich mache derweil den Zusatzmix. Da wir das Fleisch für unsere Katzen wolfen, muss das ganze Muskelfleisch zuerst in passende Stückchen für unseren Fleischwolf geschnitten werden. Wer zu Hause keinen Fleischwolf hat, der kann alternativ auch eine normale Küchenmaschine verwenden. Bevor wir die Mägen verwenden, waschen wir sie vor noch mal aus. Das andere Fleisch verwenden wir direkt.

Unsere SavannahCat, Nahema, hilft uns bei der Arbeit und überprüft, ob wir ihr Futter auch richtig zubereiten. Dies geht natürlich nur über einen Geschmackstest und diesen führt Nahema gleich mehrere Male durch.

Im Hintergrund könnt ihr die Fleischwanne sehen. Dort kommt das ganze geschnittene Fleisch rein, natürlich auch die Mägen. Die Putenleber ist ein sehr wichtiger Vitamin A-Träger und aus diesem Grund wird sie nicht im Fleischwolf verarbeitet, sondern wird so klein wie möglich geschnitten. Dadurch kann sich die Putenleber später viel besser verteilen.

Auf diesem Bild seht ihr das Wolfen. Der Fleischwolf ist sehr laut, trotzdem wird er für die Verarbeitung unbedingt benötigt. Unsere Katzen lieben diese Art der Zubereitung sehr. Wird das Fleisch nur in Stücke geschnitten, so wird es deutlich schlechter verzehrt … so viel zum Thema „Katzengusto“. Ein weiterer großer Vorteil vom Wolfen: Zahnlosere Katzen können damit auch ohne Probleme gebarft werden.

Während sich mein Großer um die Fleischmetzelei kümmert, gehe ich in unsere „Alchemistenküche“ und bereite den Zusatzmix zu. Dies ist von besonders großer Wichtigkeit: Nur mit Fleisch ernährt man keine Katze und auch keinen Hund gesund.

In der Schüssel befinden sich der Lachs (Vitamin D) und auch der Stangensellerie (Ballaststoffe sowie Geschmack) bereits grob zerkleinert. Unsere Katzen lieben den Sellerie und machen wir einmal eine Charge mit Zucchini, dann werden wir von unseren Katzen gleich angemoppert.

Im Hintergrund seht ihr die verschiedenen Zusatzstoffe. Diese wiege ich auf das Gramm genau aus und halte mich dabei streng an das zuvor berechnete Rezept. Da unsere Katzenbande das Grünzeug auf keinen Fall in Stücken in ihrem Futter haben möchte, pürieren wir das ganze Grünzeug fein.

So sieht das Ganze nach der Zubereitung aus. Erinnert fast ein wenig an Schokopudding oder? Die bräunliche Farbe stammt von der Leber und natürlich in erster Linie auch vom Fortain. Dabei handelt es sich um getrocknetes Rinderblut. Dies ist ein perfekter Lieferant für Eisen und Aminosäuren. Fortain ist aber trotzdem ein richtiges Teufelszeug. Das Pulver ist so was von fein, so das es sich beim Putzen stark ausbreitet und von der Masse her immer mehr wird. Diese Eigenschaft erinnert stark an Öl.

Ein kleiner Tipp: Wasser und Fortain mischen sich schlecht, nimmt man aber Öl dazu, dann geht das perfekt. Zum Schluss gieße ich auch noch Wasser dazu. Dank der Chiasamen verbindet sich die ganze Masse fast so wie Pudding.

So, hier kommt nun Beides zusammen. In die Wanne, in der sich das gewolfte Fleisch befindet, kommt nun der Zusatz rein. Malou kam gerade vorbei und schrie und laut an, damit wir uns mit der Fertigstellung beeilen. In ihrem hohen Alter hat die Dame keine Geduld mehr.

In der letzten Instanz folgt die wichtige Genussprüfung. Diese wird von unserem „Testpapst“ Macio vorgenommen. Wir jedes Mal musste er mal wieder etwas durch das Seitenloch naschen. Wie immer hat er das Ganze mit einem lauten Schnurren gefressen und somit waren wir beruhigt: Geschmackstest bestanden, puh …

Ich bin sehr froh, dass mein Großer mittlerweile das Mixen übernimmt, denn es ist immer sooo kalt!

So sieht das ganze Futter dann fertig aus. Es handelt sich um hochreines Futter, in dem alles wichtige was unsere Katzen an Bedarf benötigen drin ist. Auf jedweden Müll wird dabei verzichtet. Als Diabetiker profitiert unser Macio besonders von dem Barf. Im Vergleich zu einem normalen Katzenfutter braucht er bei diesem Futter kein zusätzliches Insulin mehr. Im Barf ist nichts enthalten, was seinen Blutzuckerspiegel in die Höhe treibt. Macio hat einen transienten Diabetes. Trotzdem stottert seine Bauchspeicheldrüse mit und er schafft es ganz alleine.

In der Woche überprüft ich ihn trotzdem regelmäßig und untersuche den Gesundheitszustand von Macio. Entzündungen, Infekte und geklaute Leckereien können seinen Blutzuckerspiegel beeinflussen. In der Regel meldet er sich sogar von alleine, wenn ich ihn untersuchen soll. Macio ist ein wirklich sehr schlauer Kater.

Hier kommt nun das Endergebnis:

Als Ergebnis unserer liebevollen Zubereitung haben wir nun 51 Tüten Futter. Diese frieren wir natürlich ein. Eine einzige Tüte reicht als Tagesration für alle unsere 5 Katzen aus! Wir haben die Kosten einmal umgerechnet und sind dabei auf nur 2,15 Euro für eine Tüte Futter gekommen. Die Arbeitszeit, die ich und mein Großer hatten, lag bei nur 3 Stunden. Ganz ehrlich, dies ist doch absolut zu stemmen oder?

Das Barf zu machen ist sehr einfach. Es ist das beste Futter für Hunde und Katzen überhaupt, wenn es zum einen ausgewogen und zum anderen bedarfsgerecht für das individuelle Tier zubereitet wird.

Traut euch einfach! Die Tiere danke es euch mit Gesundheit!

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