Magengeschwüre kommen bei Pferden vergleichsweise häufig vor. Die Anzeichen sind oft unspezifisch: Manche Tiere fressen schlechter, reagieren empfindlich beim Gurten oder zeigen einen Leistungsabfall. Eine sichere Diagnose kann nur der Tierarzt stellen.
Mögliche Symptome
- verminderter oder wechselnder Appetit
- Gewichtsverlust und schlechte Körperkondition
- wiederkehrende leichte Koliksymptome
- Reizbarkeit, Gähnen oder Zähneknirschen
- Empfindlichkeit beim Putzen und Gurten
- Leistungsabfall oder Widerstand beim Training
Diese Beobachtungen können viele andere Ursachen haben. Sie beweisen kein Magengeschwür.
Häufige Risikofaktoren
Pferde produzieren kontinuierlich Magensäure und sind auf regelmäßige Raufutteraufnahme ausgelegt. Lange Fresspausen, große Kraftfuttermengen, intensives Training, Transporte, soziale Unruhe und bestimmte Medikamente können das Risiko erhöhen.
Wie wird die Diagnose gestellt?
Der zuverlässigste Nachweis erfolgt durch eine Gastroskopie. Dabei untersucht der Tierarzt die Magenschleimhaut mit einer Kamera. Erst danach lässt sich entscheiden, welche Behandlung und welche Managementänderungen erforderlich sind.
Behandlung gehört in tierärztliche Hände
Je nach Befund kommen zugelassene Medikamente und Anpassungen der Haltung oder Fütterung infrage. Arzneimittel wie Omeprazol sollten nicht eigenständig gegeben werden. Dosierung, Behandlungsdauer und Erfolgskontrolle richten sich nach dem individuellen Befund.
Fütterung und Management
- lange Fresspausen vermeiden und ausreichend geeignetes Raufutter anbieten
- Kraftfuttermenge und Stärkeanteil überprüfen lassen
- Weidegang und ruhige Fressbedingungen ermöglichen
- Training, Transporte und Stallwechsel möglichst stressarm gestalten
- Medikamente nur nach tierärztlicher Anweisung einsetzen
Wann ist es dringend?
Bei starken oder wiederkehrenden Koliken, deutlichem Gewichtsverlust, Futterverweigerung oder akuter Verschlechterung ist sofort der Tierarzt zu kontaktieren.
Fazit
Frühes Erkennen, tierärztliche Diagnostik und pferdegerechtes Management gehören zusammen. Wer Fresspausen, Stress und Trainingsbelastung im Blick behält, kann wichtige Risikofaktoren reduzieren.
Dieser Beitrag ersetzt keine tierärztliche Beratung.