Flughörnchen: Gleitflug, Lebensraum und Lebensweise

Flying squirrel

Flughörnchen besitzen keine Flügel und fliegen nicht aktiv wie Vögel. Mit einer Hautmembran zwischen Vorder- und Hinterbeinen können sie jedoch kontrolliert von Baum zu Baum gleiten. Diese Fähigkeit spart Energie und hilft ihnen, Lücken im Kronendach zu überwinden.

So funktioniert der Gleitflug

Beim Absprung spreizt das Tier seine Gliedmaßen. Die gespannte Flughaut vergrößert die tragende Fläche. Körperhaltung und Schwanz steuern Richtung und Geschwindigkeit. Kurz vor der Landung richtet sich das Flughörnchen auf und nutzt seine Beine zur Dämpfung.

Wo leben Flughörnchen?

Verschiedene Arten kommen in Nordamerika, Europa und Asien vor. Viele sind nachtaktiv und auf Wälder mit alten Bäumen angewiesen. Baumhöhlen bieten sichere Schlaf- und Nestplätze. Verbundene Baumkronen ermöglichen es, sich ohne häufige Bodenaufenthalte fortzubewegen.

Was steht auf dem Speiseplan?

Je nach Art und Jahreszeit fressen Flughörnchen Samen, Nüsse, Knospen, Früchte, Pilze und gelegentlich tierische Nahrung. Manche Arten tragen zur Verbreitung von Pilzsporen oder Samen bei und erfüllen damit wichtige Funktionen im Waldökosystem.

Familienleben im Baum

Die Tiere nutzen natürliche Höhlen oder verlassene Spechthöhlen. In kalten Regionen können sich mehrere Tiere einen geschützten Schlafplatz teilen. Fortpflanzung und Wurfgröße unterscheiden sich zwischen den Arten.

Warum alte Wälder so wichtig sind

Der Verlust höhlenreicher Bäume, zerschnittene Waldflächen und nächtliche Störungen können Populationen beeinträchtigen. Schutzmaßnahmen erhalten alte Bäume, verbinden Lebensräume und reduzieren unnötige Beleuchtung.

Fazit: Flughörnchen zeigen eindrucksvoll, wie sich Säugetiere an das Leben in den Baumkronen angepasst haben. Ihr Schutz beginnt mit vielfältigen, zusammenhängenden Wäldern.